Geschaeftspartner/In gesucht

Diese kurze Dokumentation soll einen Einblick in die Entstehung des Videos geben, mit dem ich die oder den GeschäftspartnerIn für Samstag Rad zu finden wünsche.

Mitwirkende des Videos: In order of appearance

Charlotte – Beratung Text

Joscha – Beratung

Marcus – Ideen, Kamera und Schnitt

Axel – Sprecher, Grafik, Licht

Judith – Interview und Sprecherin

Sandra – Nachrichtensprecherin

Max – Soundtrack

Es war oft schwierig, Samstag Rad alleine am Laufen zu halten und daher bin ich seit etwa einem Jahr auf der Suche nach einem GeschäftspartnerIn. Ich hatte zahlreiche Gespräche mit Interessenten, die sich eine Zusammenarbeit vorstellen konnten. Die richtige Person war nicht dabei. Oft fühlte es sich so an, dass nichts weiter geht und das deprimierte mich. Bis ich einsah, einfach noch nicht richtig an die Sache ran gegangen zu sein. Vor etwa sechs Wochen begann ich, um Unterstützung zu bitten.

Zum Glück hat Charlotte von Beck Management Center ihren Sitz im HUB. Sie kennt sich in Sachen Personal gut aus. Während der Abschiedsfeier von Caspar fragte ich sie, ob sie mich beraten würde. Ich schrieb auf, wie es zu Samstag Rad kam, wo das Projekt steht und was damit in Zukunft passieren soll. Während des einstündigen Gesprächs sprühte Charlotte vor Ideen. Eine wichtige Anregung vor ihr war, mit Joscha (Gründer HUB Munich) über Portale für die Platzierung der Ausschreibung zu sprechen.

Joscha schenkte mir am folgenden Tag sein Ohr für eine halbe Stunde. Zum Schluss hatte er die geniale Idee, die Suche nicht auszuschreiben, sondern ein Video zu machen. Er sagte das eher nebenbei, aber es machte sehr viel Sinn. Ich stellte mir vor, wie Interessenten im Gegenzug ein Video machen, um sich vorzustellen. Inspiriert von der unerwarteten Wende schrieb ich unverzüglich ein Skript. Es bestand grob aus vier Teilen: Vorstellung Samstag Rad; Vorstellung Ich; Profil Geschäftspartner; Gemeinsamkeit. 

Im HUB sitzt auch die Filmproduktion eyetrip, die mir für die Umsetzung vorschwebte. Tags darauf traf ich Marcus und Daniel. Sie würden mir helfen. Bei unserem zweiten Gespräch kristallisierte sich heraus, dass ich eine freche und experimentelle, aber dennoch seriös wirkende Produktion wollte. Daniel entsprach diese Herangehensweise nicht. Er bevorzugt „romantische“ Videos und machte einen Rückzieher. Marcus gefiel es, unkonventionell vorzugehen. Noch am gleichen Wochenende begannen wir mit den ersten Aufnahmen „um mal anzufangen“, wie er sagte. Wir berieten, arrangierten Sets, drehten und waren damit etwa sechs Stunden mit fünf unterschiedlichen Orten beschäftigt. Axel (HUB) war mit von der Partie: Als Sprecher und äußerst versierter Lichtkoordinator. 

Statt Marketing-BlaBla wollte ich glaubwürdige Textinhalte und schrieb diese teilweise während der Aufnahmen immer wieder um. Charlotte warf in meiner Abwesenheit einen letzten kritischen Blick auf den Ausdruck. Tags darauf befanden sich auf dem Zettel eine Vielzahl von Pfeilen, Skizzen und Fragezeichen – sehr sehenswert. Mit den Änderungen war das zunächst die Textvorlage für eine erste Schnittfassung. 

Zu Beginn der Arbeiten beabsichtigte ich noch, den Text komplett selbst zu sprechen. Aber mit der Überlegung, welchen Charakter die Vorstellungssequenz haben sollte, kam plötzlich ein Nachrichtensprecher ins Spiel. Ich weiß nicht mehr wie. Jedenfalls passte es, da eine Newsmeldung die Brisanz des Anliegens verstärken würde.

Axel war ein sehr engagierter Sprecher und sein Vortrag überaus originell. Leider klang er bei der Sichtung des Materials etwas hart. Alternativ schien eine Frau als Sprecherin passender. Wir mussten noch überlegten, welche es sein könnte. Die Entscheidung für eine Frau war mehr als richtig, konnten wir mit dem Video so auch den möglichen weiblichen Interessenten gerecht werden. Zurzeit arbeiten nämlich fast ausschließlich Männer in der Radbranche.

Marcus stellte sich ergänzend zur Nachrichtenmeldung eine Interviewsituation vor, in der man mich kennen lernt. Darin sollte ich erzählen, was das Besondere für mich mit Samstag Rad ist. Wir waren uns einig, dass eine Frau das Interview führen sollte. Welche Memberin im HUB ein Interview auf freche lockere Art führen könnte, war schnell klar: Judith. Sie sagte spontan zu, wir drehten im Anschluss ans Wochenende. Erneut ein Glücksgriff. Neben überzeugender Interviewführung sprach Judith auch den Text zum Geschäftspartner-Profil souverän. Die Aufnahmen im On und Off dauerten etwa eine Stunde. Die Telefonzellen im HUB eignen sich übrigens sehr gut als Tonstudio.

Die Suche nach der geeigneten Nachrichtensprecherin gestaltete sich nicht leicht. Aber bald offenbarte sich uns Sandra vom HUB Team als seriöse Nachrichtensprecherin. Sie wollte eigentlich nicht vor die Kamera, erbarmte sich aber und wolle es „versuchen“, wie sie sagte. Ein Hoch auf ihren Mut! Das Ergebnis ist nämlich sehr gelungen, insbesondere im Hinblick auf die Kürze des Drehs. Inklusive Auf- und Abbau dauerte der Nachrichtendreh nicht mal eine Stunde.

Zu den Bildern der Videoblöcke hatten wir - mit Ausnahme des Geschäftspartnerprofils - klare Vorstellungen. Dafür sollte eine ganz eigene Bilderwelt kreiert werden. Marcus setzte dabei auf bereits vorhandenes Archivmaterial. Funktioniert super.

Für die finale Sequenz wollten wir eine helle Außenszene in der Natur. Weil das Wetter in den vergangenen Wochen dauerhaft grau war, mussten wir mit dem Dreh an der Isar lange warten. Zeit, um einen Jingle für den Abspann zu finden. Der kommt von Max, einem Freund aus früheren Zeiten. Vor mehreren Jahren hat er einige Musikstücke komponiert. Eins davon hat nun erstmals Verwendung gefunden.

Es hat sich als sehr richtig erwiesen, Marcus bei der Auswahl der Bild- und Tonsequenzen gänzlich freie Hand zu lassen. Stichwort: Loslassen. Bis kurz vor Ende der Schnittphase hatte ich das Video nicht einmal gesehen. Als wir uns dann für den letzten Schliff zusammensetzten, gab es nur noch wenige Änderungen.

Durch die Unterstützung von großzügigen Menschen im Impact HUB ist ein beeindruckendes Gemeinschaftsprojekt entstanden. Ich bedanke mich hiermit herzlich bei allen, die bei der Produktion mitgewirkt haben. Ihr habt eine improvisierte Herangehensweise möglich gemacht, die wahrscheinlich ihresgleichen sucht. Das Ergebnis finde ich wunderbar.               

 

 

Posted on December 22, 2014 .