O-FAQ

 

 

O-FAQ sind Fragen, die wir uns auch selbst stellen – Our frequently asked questions. Unsere Philosophie fließt in diese Fragen mit ein.

 

 

Warum haben Sie Samstag Rad gegründet?
Ich war fünfzehn Jahre lang Bildender Künstler. Danach wollte ich mich etwas Nützlicherem widmen und etwas schaffen, das man gebrauchen kann.

 

Wie kamen Sie auf Fahrräder?
Ich hatte schon eine Weile nach etwas Neuem gesucht, das kreativ und zukunftsfähig im Sinne der Nachhaltigkeit sein könnte. Dann hatte ich ein seltsames Erlebnis, wonach mir plötzlich die vielen Schrotträder in den Strassen auffielen. (Link Geschichte).

 

Was ist das Besondere an Samstag Rad?
Dass die Räder vom Schrott stammen und aus scheinbar wertlosem Material im Upcycling-Prozess wieder etwas Wertvolles und Wertschätzendes entsteht. Unsere Räder sind Unikate.

 

Wie schaffen Sie die Transformation?
Mit der Liebe für Details und Wertschätzung für die Qualität, mit der Fahrräder und Teile früher gefertigt wurden? Stahl ist ein faszinierendes und inspirierendes Material.

 

Was kann ich bei Ihnen bekommen?
Frauen und Männer können unter 5 Möglichkeiten wählen:
- Sie finden unter den etwa 25 fertig gestellten Rädern im Showroom eins, das Ihnen gefällt. (ab 700 €)
- Sie lassen sich von den fertig gestellten Rädern inspirieren und wir bauen Ihnen ein individuelles Exemplar. In Ihrer Wunschfarbe mit neuer Pulverbeschichtung und mit der Ausstattung nach Ihren Vorstellungen. (ab 1.000 €)
- Wir bauen Ihnen ein Kunstobjekt, ein künstlerisch gestaltetes Rad mit aufwendiger Lackierung oder Lackbearbeitung. Auch ausgefallene Wünsche werden berücksichtigt. Es wird ein absoluter Hingucker (ab 2.000 €)
- Sie bringen uns Ihr altes geliebtes (ramponiertes) Rad und wir machen es wieder schön. Kaputte Teile werden gegen vergleichbar alte und funktionierende ausgetauscht, Bruchstellen am Rahmen repariert, neue Züge, Bremsbacken und Reifen. (Inkl. neuer Pulverbeschichtung ab 1.200 €)
- Sie entscheiden sich aus einem Sortiment von 100 eleganten Rahmen für einen mit schöner Patina (keine neue Pulverbeschichtung). Es wird mit technisch überholten Teilen ausgestattet und fährt noch für viele Jahre. (ab 500 €)

 

Manch einer wird die genannten Preise nicht gerade für günstig halten, oder?
Das stimmt. Manche finden die Räder aber auch billig und glauben, sie seien nicht besonders. Jedenfalls ist bei uns ganz falsch, wer ein Schnäppchen sucht. Wir verscherbeln keine günstigen Räder, sondern wollen durch Wertschätzung das Bewusstsein für hochwertige Fahrräder stärken. Es steckt viel Handarbeit, Geschick und Geduld in jedem Samstag Rad. Und das hat seinen Preis. Wer sein Fahrrad liebt, dem wird es lange gute Dienste leisten. 

 

Was zeichnet die Kunden aus, die in Samstag Räder investieren?
Es sind Individualisten und Schöngeister, die das Besondere möchten. Kein Massenprodukt, sondern ein Unikat, in dem sie ihre Persönlichkeit wieder finden. Es sind Menschen, die sich über den Markenfetischismus hinwegsetzen, denn Samstag Rad ist ja keine Marke. Wir verpacken ehemalige Fahrrad-Qualitätsmarken durch einen anderen Namen ja nur neu. Eine Zielgruppe im konventionellen Sinn können wir nicht benennen. Junge und ältere mit Qualitätsbewusstsein sind Samstag Interessenten. Es geht ihnen um mehr Bewegung und spontane Mobilität im beruflichen und privaten Leben. Unternehmen profitieren von einer Samstag – Flotte, die sie auch zu Werbezwecken nutzen können.

 

Kann ich bei Ihnen vorbei kommen?
Wir schätzen Spontaneität sehr. Aber es ist besser, Sie machen einen Termin aus. Wenn ich im kreativen Prozess bin, will ich nicht gestört werden. Bei einem Termin nehme ich mir dann gerne alle Zeit der Welt für Sie. Ohne Zeitdruck.  Schließlich wollen wir Ihnen ein entschleunigendes Fortbewegungsmittel bauen.

 

Wo haben Sie gelernt, solche Räder zu bauen?
Es erfordert sehr viel Geduld, um die Räder zu bauen. Die hat man, oder eben nicht. Das Wenigste an dieser Arbeit lässt sich erlernen. Den Stil und ein ästhetisches Auge bringe ich als Künstler mit. Was die Technik angeht habe ich mir das Meiste wahrscheinlich schon in der Jugend angeeignet als ich mit Freunden Mopeds frisiert habe. Es war unsere leidenschaftlichste Beschäftigung.

 

Was treibt Sie zu dieser Arbeit an?
Ich finde es sexy mit Materialien zu arbeiten, die für kaum jemanden noch etwas wert sind. Ich sehe darin kulturelle und technische Schätze, die bewahrt werden müssen. Diese alten Räder haben eine Geschichte. Die will ich so gut es geht erhalten und den Rädern wieder etwas von ihrem früheren Glanz verleihen. Moderne Gestaltungselemente sind dabei behilflich. Ich mag es, das Zeitlose mit dem Zeitgemäßen zu verbinden.

 

Gibt es etwas, das Sie richtig sauer macht?
Die Art, wie die Welt ausgebeutet wird. 

 

Glauben Sie, Sie könnten die Welt verbessern?
Nein, die Welt an sich ist perfekt. Ich tue etwas, das mir und anderen Freude bereitet.

 

Worin sehen Sie das größte Problem mit Fahrrädern heute?
In der mangelnden Qualität und in der Tatsache, dass Fahrräder für viele eine schwache Konkurrenz zum Auto darstellen. Und darin, dass zu viele Räder für wenige hundert Euro gekauft werden. Dafür, dass daraus in wenigen Jahren ein nutzloser Haufen Schrott wird, hinterlässt die Produktion einen zu großen CO2-Abdruck. 

 

Was wird es bei Ihnen nie geben?
Das, was ein Geschäft und Produkte langfristig kaputt macht: Mangelhafte Qualität; Billig; Ausverkauf, Two for One oder Happy Hour. 

 

Was machen Sie am liebsten?
Der Prozess, bis ein altes Fahrrad wieder schön wird, ist sehr spannend. Das Arbeiten mit Stahl und gute Materialien wieder zu verwerten gibt mir ein gutes Gefühl. Ich verliebe mich immer wieder in die Details, mit denen Fahrradteile und Rahmen früher gefertigt wurden. 

 

Kann ich mein Fahrrad bei Ihnen reparieren lassen?
Wir nehmen uns nur Fahrrädern an, die vor 1980 gefertigt wurden. Komplizierte Reparaturen sind unsere Spezialität. Wer bloß einen Platten hat, ein wackliges Schutzblech oder einen Achter, wendet sich bitte an eine normale Werkstatt. Samstag Räder werden natürlich jederzeit gewartet und, sofern notwendig, repariert. 

 

Wie sichere ich mein Fahrrad richtig?
Samstag Räder haben einen Mechanismus eingebaut, der Billigschlösser beim Anlegen automatisch zerstört. Nein, das ist ein Scherz. Aber wir wünschten uns, es wäre so. Es gibt kein Schloss, mit dem ein Fahrrad wirklich gut gesichert wäre. Denn jedes Schloss,  kann man mit entsprechendem Werkzeug knacken, ein billiges für wenige Euro in Sekunden, ein teures für bis zu 200 Euro in wenigen Minuten. Aber man kann es potentiellen Dieben ein wenig schwerer machen, indem man das Rad an einem öffentlichen Platz abstellt und es an einem fest installierten Gegenstand anschließt. Am besten ist es, das Rad mit in die Wohnung oder in Gebäude zu nehmen. Einfach damit anfangen. Je schneller man sich daran gewöhnt, umso größer ist die Chance, lange Freude mit seinem Rad zu haben. Wem ein gutes Schloss zu schwer ist, der sollte sich besser kein schönes Fahrrad zulegen. 

 

Was ist das Erfolgsrezept der Samstag Manufaktur?
Das werden wir nicht verraten.

 

 

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