Samstag verbindet Kunst, Design und Handwerk.

 

Feine Materialien mit Geschichte (Spolien) finden in der Manufaktur ein Zuhause und sind meine Quelle für die Gestaltung von besonderen Objekten zum Fahren und Wohnen. Mit Liebe fürs Detail zaubere ich begehrliche Unikate zum Anfassen, Gebrauchen und damit Spielen. Angepasst und einheitlich passt nicht zu Samstag, ich verleihe Dingen Seele.

Bring vorbei, was Dir kostbar ist. Ich restauriere es. Lass Dein Rad, Omas Schrank, die Scheune oder das Hausboot verschönern. Verrückte Projekte verändern Leben! In einem Samstag Workshop kannst Du Hand anlegen und Dein Wunschfahrzeug oder Traummöbel selber bauen.

In jedem Fall entsteht etwas, das Sinnhaftigkeit, Ästhetik und die Wertschätzung für Bewährtes in sich trägt. Das ist Samstag.

 

Ich suche seltene Materialien, Abbruchhäuser, alte Möbel und Hinweise auf Container mit Inhalten, mit denen sich zaubern lässt. 

 

Materialist und Gestalter

In der Schule bin ich faul und unangepasst. Abenteuer, wie Baumhäuser bauen, warten in der unberechenbaren Natur. Mit seiner Leidenschaft fürs Handwerk und dem liebevollen aber strengen Hinweis „You gotta see and feel it“ weckt mein Vater meinen Sinn fürs Material. Indes bestärkt meine Mutter mich mit ihrer Behauptung „Natürlich kannst Du das“ früh darin, immer wieder Neues zu wagen. Spätestens beim Frisieren rekordverdächtiger Mopeds in Garagen von Freunden ist klar: Gestalten und Verändern sind mein Ding.

Das Bauingenieurstudium breche ich ab als es mich zu Film- und den Theaterwissenschaften (Bachelor of Arts) zieht. In den neunziger Jahren vergeude ich meinen Erfindergeist einige Jahre in der Werbebranche (wo heute noch Spießigkeit und leere Versprechungen über Kreativität herrschen) und werde ohne besondere Vorkenntnisse Kunstmaler. Weil ich Lust darauf habe. Irgendwie läuft es gut und ich leiste mir 2008 einen Master of Arts in Medienmanagement (Arts?). Warum dieses Fach? Um die Methoden und Zusammenhänge zwischen Medien und allgemeinem Management zu durchschauen. Und vielleicht, um mich mit der Welt des maßlosen Konsums zu versöhnen. Da ich Dokumentarfilme schätze, mache ich selbst ein paar. Mit Fertigstellung eines Films über die Abgründe des verlogenen Kunstmarkts verlasse ich diesen jedoch konsequenterweise.

Die Suche nach etwas Ehrlichem und Erfüllenden führt mich zurück zur Faszination für Materialien. 2012 entwickelt sich aus einem Experiment mit Stahlschrott die Marke Samstag. Irgendwann will ich mehr als Fahrräder bauen. Im Juli 2017 stoße ich auf ein abscheuliches Abrisshaus. Nach vier anstrengenden Wochen sind drei Tonnen unterschiedlichste Materialen geborgen - intuitiv wird ein neues Projekt daraus. Im Prozess der Zerstörung und der Wiederverwendung erfährt auch die Marke Samstag eine Verwandlung.

Christopher Lewis

Christopher Lewis

 

Die ursprüngliche Idee

Das Bild verlassener Fahrräder in den Straßen stimmt traurig. Doch im Schrott verbergen sich auch hochwertige Markenfahrräder, die lange als zuverlässige und komfortable Transportmittel dienten. Leichtfertig werden sie gegen klobige Discounträder ausgetauscht - kurzzeitig glänzende Neuware, produziert für die Wegwerfgesellschaft. Die bedauerliche Entwicklung rief 2013 ein künstlerisches Projekt auf den Asphalt: Samstag Rad.

 

 

Samstag

Impact HUB
Gotzinger Strasse 8
81371 Munich
Germany

Termine nur nach Vereinbarung.

Tel. +49 (o)171 32 60 549

 

Sitz der Manufaktur ist im Impact Hub München, einem von weltweit etwa hundert Co-Working-Spaces des Impact Hub Netzwerkes. Gründer, Selbständige und Unternehmer aus unterschiedlichen Branchen gestalten hier Wirtschaft unter nachhaltigen und enkeltauglichen Aspekten. Ein idealer Ort für die Manufaktur. Die Manufaktur ist vor kurzem um die Ecke gezogen und wurde etwas umgebaut.

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